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2001 Großenbrode - > rund Seeland

Segeln > Ostsee bis 2005

2001 westliche3 Ostsee, Belte und Sund
SY "Bahia Sol" (GibSea 444)

15.September - 23.September

Ein komfortables Schiff für die 8 Mann-Crew

Premiere : 36 Stunden Non-Stop Kopenhagen - Spodsbjerg/Langeland

Großenbrode

Basis ist das ehemalige Gelände der Marineküstendienstschule, das zuerst der ECO-Sail Stützpunkt war.

Nach Übernahme und Einschiffen standen Sicherheitseinweisung und Einweisung in die Rettungsmittel auf dem Plan. Vor dem Auslaufen gab es vom Vercharterer noch den dezenten Hinweis, dass die Amerikaner das GPS ungenau gemacht haben sollen. Vorige Besatzungen berichteten von angeblichen Abweichungen bis zu 7 sm (wg „nine-eleven“).

Nach dem Ablegen dann die Boje über Bord Manöver vor der Einfahrt in den Sund. Ein langer Schlag war nun nicht mehr drin und so gabs den ersten Anleger in Burgtiefe.


Burgtiefe

Nach Anlegerschluck und Abendessen: Eingewöhnung ins Bordleben. Zahlmeister war ausgeguckt, Smut mit Marineerfahrung mußte sich dann auch in der Pantry zurechtfinden. Nautisches und Deckspersonal fanden dann auch ihre Rollen.








Klintholm Havn

Wir hatten einen ziemlichen Schlag vor uns und nicht unbedingt den optimalen Wind, so dass wir doch erst im Dunkeln unser Ziel erreichten. Tricky war die Ansteuerung Klintholm Havn wegen der vorgelagerten Fischgründe. Zahlreiche Fischernetze sind dort ausgebracht und man muss aufpassen wie ein Schießhund. Glück hatten wir dann doch, weil ein Fischkutter uns überholte und das selbe Ziel anlief. In seinem Kielwasser laufend bestand keine Gefahr, in einem Stellnetz hängen zu bleiben.


Trelleborg

Unsichtiges Wetter insbesondere bei der Ansteuerung des Fährhafens, bei Regen und 4-5 Bft entschlossen wir uns, nicht in den Yachthafen zu gehen, sondern die erstbeste Gelegenheit zum Anlegen zu nutzen. Das war im Fischereihafen. Kein Landstrom, längsseits an mit Autoreifen gesicherten Spundwänden. Auch weit und breit keine Logistik - allerdings hatten wir genug Bordbestände mit. Auch die Anmeldung im Hafenbüro war umständlich, zu Fuß und lang, dafür aber ohne Gebühr.

Am nächsten Morgen hatte es sich gerächt, ohne Fenderbrett an den Reifen gelegen zu haben. Die hatten nämlich schöne halbrunde schwarze Scheuerspuren am Rumpf hinterlassen. Mit deren Beseitigung hatten wir den Rest der Reise gut zu tun.

Kopenhagen

Nächstes Ziel nach Passage durch den Falsterbo-Kanal und Durchfahrt unter der Großen-Belt-Brücke war Kopenhagen. Vor Kopenhagen noch ein größeres Windradfeld. Festmachen wollten wir in Christianshavn mitten in der Stadt. War aber nicht einfach, das 12m Schiff in die dortige Box zu manövrieren. Das Heck stand 2-3m heraus. Durch Ausnutzen der Diagonale in der Box konnten wir aber doch gut liegen. Nachts haben wir das Heck beleuchtet.

Von dort sind schöne Erkundungsgänge möglich weil man sehr zentral liegt.

Spodsbjerg / Langeland

Spodsbjerg als nächstes Ziel war so eigentlich nicht geplant. Wir hatten zwar vorher alle Mann auf eine mögliche Nachtfahrt während der Reise eingestimmt, waren aber bis dahin unschlüssig wann sie stattfinden sollte. Nun ergab sich die Gelegenheit. Zwei Wachen wurden eingeteilt und alles war gespannt.

Man hat tatsächlich in diesem Revier das Gefühl, man ist auf einer Autobahn. Lichterführung über all. Nach einiger Zeit findet man sich aber gut zurecht. Neu Erfahrungen gab es auch zu hauf :

- Tonnen wurden zielsicher und präzise angesteuert.

- Vorfahrtregeln können bei der Berufsschiffahrt nicht eingefordert werden, besser man dreht bei !

- Zum Erkennen der Lichterführung eines entfernten Passagierdampfers braucht es eben seine Zeit bis die kleine grüne Funzel in dem gleißenden Licht der Fenster und Gänge auszumachen ist.

Nach 36 Stunden, einer seemännisch ansprechenden Leistung und dem selbstaufopfernden Dauereinsatz des Smuts liefen wir wohlbehalten in Spodsbjerg ein.


Burgtiefe

Die Überfahrt von Spodsbjerg nach Burgtiefe fand bei strahlend blauem Himmel und Flaute unter Motor statt. Hauptaufgabe war die Beseitigung von Reifenspuren, dem Andenken aus Trelleborg.

Ach ja, Besuch von der Küstenwache hatten wir dann auch noch. Das klargemachte Kontrollboot, vielmehr seine Besatzung war ganz konziliant, wohl auch weil unsere Papiere nicht zu beanstanden waren.

Einen Spaß gönnten wir uns dann doch noch bei der Durchfahrt der Fehmarnsundbrücke. Mit Kommando . alle Mann nach Steuerbord, erzeugte wir „Lage“ und verringerten so die „Masthöhe“. Allerdings bei 21m lichter Höhe gab es für den 17m Mast keine Gefahr.

In Burgtiefe dann Tanken und „Klar Schiff“ machen für die kurze Überfahrt am nächst Tag zur Übergabe.


Großenbrode

Zielhafen



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