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2001 Cesme -> Ali Bey -> Cesme

Segeln > türkische Ägäis

2001 türkische Ägäis
SY "Revolution" (Bavaria 37)

19.Mai - 25.Mai

Ein komfortables Schiff für die 4 Mann-Crew

War so etwas wie Flotillensegeln mit der SY "Meltemi" (Bavaria 39)

Cesme
Vercharterer war Franken& Meer, Stützpunktleiter Pepi gab sich alle Mühe beide Crews zufrieden zu stellen. Gab auch nichts zu mäkeln. Verproviantierung im örtlichen Supermarkt mit Lieferservice bis an den Steg.

Yanilimani
Türkei live. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Hafenmeisters Altan Gürleyen war einzigartig. Er erzählte uns, dass er 2o Jahre in Offenbach gelebt hatte und jetzt für die Fischereiverwaltung Tepeboz arbeitet. Er war es auch, der uns zu einer Kiste Shrimps von den eingelaufenen Fischerbooten verhalf. Von da gab es Shrimps satt, und das 3 Tage lang !
Einlaufen war nachmittags. Bis zum abend waren wir zugeparkt von heimkehrenden Fischereifahrzeugen der unterschiedlichsten Größen. Altan versicherte uns aber, dass alle bis zum nächsten Morgen wieder ausgelaufen seien. Recht hatte er.






Kap Petras
An der Südküste von Lesbos ein herrlicher Ankerplatz. Die griechische Ortsbezeichnung ist Akra Petras für die Landspitze und Ormiskos Mersinia für die dazugehörige Bucht.
Leider mussten wir feststellen, dass die Pumpe des Fäkalientanks eine üble Undichtigkeit aufwies. So haben wir uns mit Pepi am folgenden Tag zur Reparatur in der Setur-Marina Ayvalik verabredet.

Ayvalik (Setur-Marina)
Hochmoderne Marina, super sauber, liegt auch landschaftlich schön. Der Wermutstropfen : Selbst für die 3-stündige Liegezeit wegen der Reparatur wurde eine volle Tagesgebühr berechnet !

Ali Bey
Nachdem alles wieder gerichtet und wohlriechend war ging es weiter nach Ali Bey. Wir bekamen noch einen Liegeplatz mit Restaurantanschluss, ideal ! Allerdings herrscht eine zahlreiche Katzenpopulation aufgrund der Fischerboote, so dass es angebracht ist, die Vierbeiner fernzuhalten. Die sind nämlich meist nicht kastriert und haben daher das Bedürfnis, ständig ihr Revier zu markieren.

Ansonsten auch hier ursprüngliche Türkei, keine lärmenden Touristen. Alles beschaulich !


Buchtenbaden auf Lesbos

Bademli Limani

Hier wählten wir die Bucht für die zweite Ankernacht. Umrahmt von Höhenzügen ein idyllisches Plätzchen. Einige andere Segler hatten die gleiche Wahl getroffen und waren ebenfalls vor Anker gegangen.
Der Wetterbericht sah für die kommende Nacht laue Temperaturen und mäßige Winde vor.
Dermaßen geschützt konnte nichts schiefgehen.
Dachten wir.
Nach dem Abendessen, den letzten Shrimps aus Yanilimani, wurde es plötzlich unruhig. Daher gingen wir Anker auf und vergrößerten den Abstand zur Nachbaryacht, einer Ovni.

Mit Voll rückwärts gruben wir den Anker ein und gaben 70m Kette bei 10m Tiefe. Als wenn jemand den Ventilator anwirft, fegten plötzlich Fallwinde die umgebenden Felsen herunter und sorgten für ziemliche Bewegung im Kessel. Nach Einteilung der Ankerwachen gelang uns noch eine Verbindung zum Charterstützpunkt. Aber auch Pepi, der Stützpunktleiter, wußte nichts von einer solchen Wetterlage und kommentierte lapidar, dass es sich wohl um eine lokale Besonderheit handeln müßte. (-Dies ist bei uns bis heute eingeflügeltes Wort für unvorhergesehene Wetterphänomene-).

Jedenfalls brachten wir noch mit dem zweiten Anker ein Reitgewicht aus und lagen dann sicher.


Nisos Oinoussai

Diese Inselgruppe war das nächste Etappenziel. Wir steuerten es von Norden an und wählten die Passage zwischen den Inseln Panteleimon und Pasas. Die Durchfahrt ist nur ca. 200m breit und flach. Kristallklares Wasser läßt einen bis auf den Grund sehen und Steine rechtzeitig erkennen. So ähnlich muss es in der Südsee sein, wenn man die Riffe passiert und ins Atoll fährt.

„Meltemi“ folgte uns und nach einiger Schleichfahrt fanden wir auch einen hübschen Ankerplatz. Diesmal ohne „lokale Besonderheiten“.
Am nächsten Morgen verließen wir vor dem Frühstück und vor der Meltemi unseren Ankerplatz, um gemütlich zurück nach Cesme zu tuckern. Wind war nämlich nicht.

Auf der Höhe von Pantoukios kam uns ein Boot der griechischen Küstenwache entgegen, verlangsamte seine Fahrt und umkreiste uns wie ein Hai, gab aber weder Haltzeichen noch sprachen sie uns an. Dennoch hielten wir es für besser, die Maschine zu stoppen und abzuwarten. Nach einer letzten Runde nahmen sie aber wieder Fahrt auf und liefen Kurs Nord.

Am Stützpunkt erfuhren wir dann auch warum! Sie hatten die „Meltemi“ im Visier und überprüften Schiff und Besatzung. Die hatten Glück, dass sie nicht zum Einklarieren in einen griechischen Hafen gezwungen wurden. Das hätte die Bordkasse erheblich belastet, zumal bei Rückkehr in die Türkei die Prozedur samt Gebühr erneut fällig geworden wäre.
Es ist halt ein wenig kompliziert zwischen den Inseln.


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